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24Januar2009

Vom tragischen Ende eines Bootes

 

Aloha zusammen,

Wer mein letztes Video gesehen hat weis, dass die Winde auf Maui sehr stark waren letzte Woche. Leider ist es jedes Jahr bei einem Sturm von dieser Stärke immer wieder so, dass Boote von ihren Bojen los gerissen werden.

Dieses Jahr nicht anders. Die Geschichte hinter diesem Boot ist besonders tragisch weil mit dem Boot auch die Träume und Ersparnisse eines Weltreisenden Paares gestorben sind. Das Segelboot wurde Donnerstag vor einer Woche an Land gespült. Die Eigner waren nicht an Bord. Bei voller Flut und einer Windstärke von 35 – 40 Knoten wurde die Yacht ins sehr untiefe Wasser gedrückt.

yacht

Die Küstenwache (Mauistyle-Einmanteam mit Pickup Truck) war noch am selben Morgen vor Ort und eine Bergungstruppe wurde ausgesandt. Bei Nachmittag war die Ebbe jedoch so tief, dass das Boot fast auf dem trockenen saß.  Es wurden Taue und Anker installiert um die Yacht zu stabilisieren.

yacht-on-reef-2Ăśber die Tage hinweg wurde klar, dass man die Yacht nicht zurĂĽck auf das Meer ziehen kann. Es wurde entschieden den Rumpf ĂĽber die 50m entfernte Bootsrampe an Land zu bringen. Um das Boot leichter zu machen begann die Demontage, alles wurde vom Boot runter genommen inklusive die 2 Masten.

Ich war als Zuschauer vor Ort als ein Lastwagen mit Hebearm versuchte den verbliebenen Rumpf auf die Rampe zu ziehen. Das Boot wog im vollen Zustand 24 Brt (Bruttoregistertonnen) auch ohne Masten und Bootszubehör war der Rumpf immer noch zu schwer. Die Taue rissen alle beim Versuch das Boot an Land zu ziehen.

An dem Tag traf ich das Eignerpaar vor Ort. Ich wollte wissen wie das passieren konnte. Sie sagten mir, die Kette die, die Boje am Grund verankert hielt dem Zug des Bootes im Wind nicht stand und riss. Leider waren die sie nicht an Bord in dieser windigen Nacht. Ich wollte wissen ob sie das Boot reparieren lassen, aber sie verneinten, die Schäden wären zu groß.

Maui war ihre erste Station vom Festland, von wo aus sie die Welt umsegeln wollten. Auf Grund des Unfalleinhergangs würde die Versicherung auch nicht zahlen, haben sie mir gesagt. Das wäre das ende ihres Traums. Ich druckte mein herzlichstes Beileid aus und wünschte ihnen viel Glück. Mein Tochter war hungrig und deshalb ging ich nach Hause.
yacht-on-reef
Zwei Tage später fuhr ich wieder nach Lahaina um zu sehen was jetzt mit dem Schiff passierte. Ich fand ein Schild an der Strasse bei der Rampe: „ Bootsersatzteile zu verkaufen“. Der war Rumpf in zwei Hälften und etliche Hobbysegler feilschten um gute Preise.

stern

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Wie mir gesagt wurde, war der Rumpf zu schwer fĂĽr den Hebearm und man musste den Rumpf entzwei schneiden.

Das ist eine echte Tragödie für die Besitzer, die ihr Heim und Traum vor ihren Augen in „Scherben“ sehen.

Bis bald und gebt sorg.

Euer Mike

11September2008

14 Stunden von O’ahu nach Maui

 

Drei Uhr früh was Tagwach am Sonntagmorgen. Die Manu Kai war startklar für unsere Überfahrt nach Maui. Unter guten Bedingungen sollte das nicht länger als 8 Stunden dauern. Die Windverhältnisse waren an diesem gegebenen Tag jedoch nicht gerade günstig. Laut Wetterbericht waren 30 Stundenkilometer Wind zu erwarten. Wir legen um 4 Uhr Morgens ab damit wir soweit wie möglich Segeln konnten bevor die starken Böen am Nachmittag einsetzen würden.

Der Wind blies aber schon um 4.30Uhr mit gut 20 Stundenkilometern gegen uns an. Die See war auch nicht gerade flach, so waren wir schon bevor Sonnenaufgang durchnässt. Mit halb gerefftem Hauptsegel kreuzten wir gegen immer stärker werdende Böen und eine ungemütlich raue See. Alle an Bord waren mittlerweile etwas bleich im Gesicht, keiner hatte wohl damit gerechnet dass wie so durchgebeutelt würden. Wir waren gerade mal 4 Stunden unterwegs.

Wegen eines idiotischen Fehlers von mir ging mir die Batterie meiner Mini-Cam schon frueher aus und ich konnte nicht mehr Filmen. Deshalb existieren nur wenige Bilder von unserer Ăśberfahrt.

Nach gut 7 Stunden kamen wir in Molokai an, wir konnten uns im Lee der Insel etwas ausruhen. Kapitän Phil, der schon einiges an Segelerfahrung hat, war nicht gerade begeisterst von unserer Überfahrt und wollte erst mal Schadensbemessung betreiben: Das Boot war durchnässt nichts blieb trocken. Wir hievten gut 10 Eimer Wasser aus jedem der 2 Büge, und entspannten fuer 2 Stunden in einem alten verlassenen Hafenbecken. Etwas später Motosegelten wir dann im Lee der Insel Molokai weiter in Richtugn Maui. Es war jetzt Mittag, der Wind pfiff mit 30-35 Knoten das ganze Boot summte im Wind. Vierstunden später verließen wir das Lee von Molokai, jetzt ging es nochmals richtig zur Sache:  17 Meilen raue See mit Windgeschwindigkeiten bis zu 35 Knoten. Alle waren wieder nass bis auf die Haut. So segelten wir weitere 3 Stunden bis wir Maui erreichten. Wir schafften es noch gerade vor Dunkelheit an die Anlegeboje.
Pailolo Crossing
Geschafft! An der Bar warteten schon unsere Frauen auf uns mit trockenen Kleidern und einem Rum-Cola.

Na dann prost!
Pictures: Special thanks to Kelly Nash

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